Der Maler der Renaissancezeit, Hieronymus Bosch, hat in diesem Triptychon sein Wissen ĂŒber den geistigen Weg des Menschen und der Welt in symbolischer Form dargestellt. In einer Zeit, wo das geistige Wissen und der freie Geist durch die Inquisition vertilgt werden sollten, setzte er diesem esoterischen Wissen ein monumentales Denkmal.
In diesem neuerschienenen Buch werden die symbolischen Bilder bis ins Detail entschlĂŒsselt, und der Leser darf in die Welt der damaligen rosenkreuzerischen Erkenntnisse eintauchen. Diese haben bis heute ihre GĂŒltigkeit und können die anthroposophische Geisteswissenschaft zukunftsweisend vertiefen.
Es zeigt sich, dass die HintergrĂŒnde der Motive keine rein subjektiven Schöpfungen sind, sondern fĂŒr alle Menschen verstĂ€ndlich und sogar grundsĂ€tz-lich allen Menschen zugĂ€nglich, sofern man sich bemĂŒht den entsprechenden inneren Standpunkt zu erarbeiten.
Catharina Barker baut hierbei auf den Darstellun-gen von Wertheim AymĂšs und den Forschungen von Willi SeiĂ auf. Es ergibt sich eine FĂŒlle von Details eines nahezu unermesslich tiefen hermeti-schen Wissens, das Hieronymus Bosch in eine real-imaginative Bildsprache ĂŒbersetzt hat.
SelbstverstĂ€ndlich setzt eine Deutung des Werkes von Hieronymus Bosch eine angemessene Sprache und Begrifflichkeit voraus. Ohne die sprachgewalti-gen, rosenkreuzerischen Lebenswerke von Rudolf Steiner und seinem SchĂŒler Valentin Tomberg wĂ€-ren kaum gedankliche GefĂ€Ăe vorhanden, um die FĂŒlle und Tiefe der Motive, ihre BezĂŒge zueinander und deren HintergrĂŒnde fĂŒr Interessierte fruchtbar zu machen.
Wer Catharina Barker auf dem Weg in das Innere des Werkes von Hieronymus Bosch folgt, darf in die bisher verborgen gebliebene und lebendige Welt rosenkreuzerischer Weisheit eintauchen, wie sie an der Schwelle zur Neuzeit vor der Inquisition in voller BlĂŒte stand.
Inhalt:
- Vorwort
- Einleitung
- I. Ăberblick
- Das Gesamtbild
- Die Mittelgestalt _x0096_ Schauungen aus der Akasha-Chronik - II. Die Religionen
- Der Kreis der Reiter
- Die Anordnung des Reiterkreises
- Die Anordnung des Reiterkreises unter dem Aspekt des Tierkreises
- Die Gruppe der Frauen im runden Teich
- Die Gruppen links und rechts vom Reiterkreis
- Die Wiese mit der Eulengestalt _x0096_ Christliche ZusammenhÀnge - III. Die Religionen _x0096_ Zusammenfassung
- Weitere Erkenntnisse ĂŒber die SohnessphĂ€re der trinitarischen Wesen - IV. Das philosophische Denken
- Der Abfall vom geistigen Denken
- Die groĂen Vögel und ihre Reiter - V. Die Tradition
- Das Wasser des Lebens
- Das Paar in der schwimmenden Kalebasse
- Das _x0084_Beinpaar_x0093_ im Wasser
- Das Paar in der Blumenblase - VI. Zum Inhalt von Band II und III
- Anhang
- Das Kind Christian Rosenkreutz
- Zur Chymischen Hochzeit von Christian Rosenkreutz - Nachwort des Herausgebers
Rezension von Martin Frey (mitgeteilt durch den Achamoth Verlag)
_x0084_Der Garten der Himmlischen Freuden von Hieronymus Bosch_x0093_ - Im Licht der Lehre von Christian Rosenkreutz _x0096_ Band I, der von einem Team im Jahr 2012 herausgegebene Band I, beruht auf den geistigen Forschungen der Autorin Catharina Barker die mit diesem Buch durch zahlreiche Abbildungen das wohl gröĂte Werk von Hieronymus Bosch geistig neu erschlieĂt.
Der niederlĂ€ndische Maler Hieronymus Bosch lebte um 1500 in einem fĂŒr ihn selbst lebensgefĂ€hrlichem Umfeld, in der von der spanischen Inquisition ĂŒberschattenden Zeitepoche, und wĂ€re wie viele andere wohl als Erzketzer umgekommen, wenn er seine geistigen Eingebungen nicht verschlĂŒsselt in Bildern mitgeteilt hĂ€tte. Frater Jusepe de Siguenza verdanken wir ein Jahrhundert spĂ€ter den Namen des Bildes _x0084_ Der Garten der Himmlischen Freuden_x0093_. Er bildet den Anfang einer Reihe von Persönlichkeiten, die begonnen haben das Opus Magnus zu entschlĂŒsseln. Der weitere Weg ging ĂŒber Cement Wertheim AymĂšs, Valentin Tomberg bis Willi Seiss. Dieser hat in seinem Nachwort die Zeichensprache durch Symbolwirkung kurz beschrieben, die er auch in vielen VortrĂ€gen mĂŒndlich dargestellt und fĂŒr die Gegenwart besser verstĂ€ndlich gemacht hat. Erst die aus den Niederlanden stammende Catharina Barker wagt sich an die GesamtaufschlĂŒsselung dieses einzigartigen Kunstwerkes, genau 500 Jahre nach dessen Entstehung.
Beim Lesen des ersten Bandes, der zunĂ€chst einen Ăberblick des Triptychon mit seinen AuĂentafeln, der groĂen Mitteltafel, sowie den beiden FlĂŒgeln gibt wird schnell klar, dass in dem GemĂ€lde groĂe WeltzusammenhĂ€nge dargestellt wurden. Die Beschreibung der Religionen aus gegenwĂ€rtiger geistiger Forschung und die zugehörigen mittelalterlichen kĂŒnstlerischen Bildmotive des Reiterkreises ergeben eine neue einzigartige Dimension der Tiefe. Man kann sich selbst davon ĂŒberzeugen, welche Wirkung in einem erzeugt wird wenn das verschlĂŒsselte Bildsymbol und sein wahrer Inhalt wieder verbunden werden.
In der Zusammenfassung der Religionen findet sich das eigentliche Motiv fĂŒr die vorliegende Arbeit in drei BĂ€nden, die Erinnerung an die beiden groĂen IndividualitĂ€ten deren Werk es Wert ist in der Zukunft fortgefĂŒhrt zu werden. Dieser Abschnitt hat mich persönlich tief berĂŒhrt, diese Dinge so klar und offen ausgesprochen zu finden.
Warum es uns gegenwĂ€rtig so schwer fĂ€llt, diese Offenbarungen anzunehmen wird in dem Darstellen des Philosophischen Denkens durch die Gruppe der ĂŒbermĂ€Ăig groĂen Vögel verdeutlicht. Auch die eigentliche Ursache wird angesprochen, was ich sehr begrĂŒĂe.
Die Beschreibung der Tradition die mit den Motiven _x0084_Das Wasser des Lebens_x0093_ verbunden sind, setzt einen Gegenpol zu den sich aus dem Wasser erhebenden Philosophen. Das Erheben und sich wieder freiwillig zurĂŒckbegeben in den göttlichen Strom, das ist die Wahl vor der wir stehen wie am Ende des ersten Bandes deutlich dargestellt.
03.06.2015 Martin Frey