Darin erhielten von 25 untersuchten Mehlen verschiedener Sorten und HerkĂŒnfte nur 8 Mehle im Backtest die Note "gut". Zu dieser Zeit betrug der Anbau von A-Weizen in Deutschland erst 4,7 %. Der Anteil von Weizen mit sehr weichen Klebern war also sehr hoch. Nicht allein aus nationalem Stolz (man wollte durch eigene ZĂŒchtungen unabhĂ€ngiger werden von den notwendingen Importen hochwertiger amerikanischer und kanadischer Weizen) wurde in diesen Jahren auf das Problem der mangelhaften BackfĂ€higkeit des Weizen aufmerksam gemacht. Nach dem 2. Weltkrieg schlieĂlich nahmen sich PflanzenzĂŒchter und Getreidechemiker in aller Welt in intensiver Weise dieses Problems an, um den einem guten Backergebnis zugrundeliegenden "Mechanismus" zu entschlĂŒsseln und damit gezielt handhaben zu können. Aber noch zu Beginn der 60er Jahre muĂte der eigene inlĂ€ndische Weizen - der damals mit 10,5 - 11 % auch noch niedrigere Proteingehalte als heute aufwies, mit 25 - 28 % kanadischem bzw. amerikanischem Weizen aufgemischt werden (BOLLING 1989). Heute braucht kein BĂ€cker mehr eine schlechte BackqualitĂ€t deutscher Winterweizensorten zu fĂŒrchten. Zwar wĂŒnschen sich Weizen aus Ăkologischem Landbau verarbeitende MĂŒhlen und BiobĂ€cker zuweilen höhere Protein- d.h. Klebergehalte im Weizen. Jedoch scheint dieses Problem nicht sehr drĂ€ngend zu sein, denn die ZuschlĂ€ge der MĂŒhlen fĂŒr Ăkoweizen mit höheren Klebergehalten halten sich in Grenzen.
Reihen: Schriftenreihe Institut fĂŒr biologisch-dynamische Forschung (TF454), Band: 14
Erscheinungsdatum: 2000
Seiten: 56 mit 6 schwarz-weiĂ Tabellen, 24 schwarz-weiĂ Abbildungen
Format: 300 x 210 cm
Einbandart: Geheftet
ISBN: 9783928949149
Lieferbarkeit: Lieferbar
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