Karl Königs tiefer Bezug zu dem RĂ€tsel-Kind Kaspar Hauser wird in dieser Ausgabe aufgezeigt. Den Aufsatz Die Geschichte von Kaspar Hauser schrieb Karl König 1961 nach VortrĂ€gen in NĂŒrnberg und seinem ersten Besuch bei Hausers letzter WohnstĂ€tte und seinem Grab in Ansbach. Darin wird nicht nur die Ă€uĂere Geschichte dargestellt, sondern der von König als Lebensmotiv erlebte Bezug zur HeilpĂ€dagogik und die Bedeutung dieses RĂ€tsels fĂŒr heute, fĂŒr uns selbst: Wir erfahren das Wunder und die WĂŒrde unserer eigenen Kindheit, wenn wir von seinem Leben und Sterben lesen, und wir erinnern uns daran, dass wir nicht nur sterbliche Materie sind, sondern unsterblicher Teil der Schöpfung. Wenn wir das Schicksal Kaspar Hausers recht betrachten, so wissen wir, dass behinderte Kinder unser Herz in Ă€hnlicher Weise anrĂŒhren. Auch sie erinnern uns an unser besseres Ich. Ihr Schutzpatron ist Kaspar Hauser, das Kind von Europa, der Bewahrer des âčEbenbildes Gottesâș.
Karl König, geboren am 25. September 1902 in Wien, gestorben am 27. MĂ€rz 1966 am Bodensee, studierte Medizin in Wien, begegnete 1921 der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners und war in der anthroposophischen HeilpĂ€dagogik unter Leitung Ita Wegmans tĂ€tig. 1938 emigrierte er und baute im schottischen Exil die Camphill-Gemeinschaft auf, die nach dem Zweiten Weltkrieg eine internationale Ausbreitung erfuhr. König war einer der kreativsten, spirituell fortgeschrittensten und eigenstĂ€ndigsten SchĂŒler Steiners.
Herausgegeben von Richard Steel und Peter Selg
Erscheinungsdatum: 29.08.2012
Auflage: 1. Auflage
Anzahl Seiten: 237
Format: 2250 x 1530 mm
Einbandart: Leinen
ISBN: 978-3-7725-2422-6
Lieferbarkeit: Lieferbar
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