In der poetischen Landvermessung eines Sommers an der See finden neben der Geologie und Physik auch WindsbrĂ€ute und Nebeltöchter ihren Platz, die steten Lichtwechsel und die Monochromie der Farben werden ebenso dokumentiert wie LektĂŒre- und Hörerlebnisse, Reflexionen ĂŒber Naturtreue und Kunstwahrheit, Zivilisations- und Technikkritik. Hiddensee erscheint in diesen TagebuchblĂ€ttern als ebenso gegenwĂ€rtige wie mythische Landschaft, und nicht zuletzt als Symbol dessen, was Schutz erfordert und Bewahrung verdient.
Angaben zu den Autoren
Hanns Cibulka, geboren am 20.9.1920 in JĂ€gerndorf, MĂ€hren (heute Krnov, Tschechische Republik), war einer der bedeutendsten Schriftsteller der DDR. Im Zentrum seines Tagebuchwerks steht die PhĂ€nomenologie sĂŒdlicher und nördlicher Landschaften und mit ihr die eindringliche Warnung vor Umweltzerstörung. Bis zu seinem Tod 2004 lebte der auch durch seine Gedichte bekannte Autor in Gotha, wo er ĂŒber dreiĂig Jahre die Heinrich-Heine-Bibliothek leitete. Neben mehreren LyrikbĂ€nden veröffentlichte er vor allem Tagebuchprosa, u.a. Umbrische Tage, LiebeserklĂ€rung in K., ThĂŒringer TagebĂŒcher. Bei Matthes & Seitz Berlin erschien 2020 Sanddornzeit. TagebuchblĂ€tter von Hiddensee.
Sebastian Kleinschmidt, 1948 in Schwerin geboren, studierte Philosophie und Ăsthetik und war von 1991 bis 2013 Chefredakteur der Kulturzeitschrift Sinn und Form. Er lebt als Essayist und Herausgeber in Berlin. Bei Matthes & Seitz Berlin erschienen zuletzt die EssaybĂ€nde Spiegelungen und Lob der AutoritĂ€t.
Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign und lebt als freie Schriftstellerin und Buchgestalterin in Berlin. Sowohl ihr Atlas der abgelegenen Inseln als auch ihr Bildungsroman Der Hals der Giraffe wurden von der Stiftung Buchkunst zum »Schönsten deutschen Buch« gekĂŒrt. FĂŒr ihr Verzeichnis einiger Verluste erhielt sie 2018 den Wilhelm-Raabe-Preis. Seit dem FrĂŒhjahr 2013 gibt sie die Reihe Naturkunden heraus.