Papyrus Klein-Formate - Isis und Nefertari bemalt
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Isis und Nefertari
Die Göttin Isis fĂŒhrt Nefertari vor das Angesicht des Gottes Chepre. Isis trĂ€gt ein enganliegendes rotes TrĂ€gerkleid, Nefertari hingegen ein langes weiĂes Leinengewand, das in der Taille mit einer roten Binde gegĂŒrtet ist. Isis wird in Menschengestalt mit Kuhgehörn und Sonnenscheibe auf dem Kopf dargestellt.
Die in ganz Ăgypten sehr bekannte Göttin Isis wird immer als Schutzherrin, Bewacherin und Betreuerin aller Wesen beschrieben, die leiden oder in groĂer Sorge sind. Aus diesem Grund wurde sie als mĂŒtterliche Göttin, als Göttin der Genesung, des Schutzes und der Magie angesehen. GemÀà dem berĂŒhmten Osiris-Mythos wurde Isis auch als Totengottheit und als UnterstĂŒtzerin im Jenseits verehrt. Die Ăgypter hatten groĂe Sorge, dass sie beim Betreten der Anderswelt ihre menschlichen FĂ€higkeiten, wie Sehen, Sprechen, Hören und Denken, verlieren könnten. Isis sollte alle DĂ€monen abwehren, die fĂŒr das Verlorengehen der menschlichen FĂ€higkeiten verantwortlich waren.
Gott Chepre wurde meist als SkarabĂ€us, seltener auch als Mensch mit einem SkarabĂ€us als Kopf dargestellt. Sein Name bedeutet âder, der von selbst entstandâ, so wie die Ăgypter auch glaubten, dass die Sonne jeden Morgen wieder von selbst aus der Erde entsteht. Die Verbindung zum SkarabĂ€us besteht darin, dass dieser seine Eier in eine Mistkugel legt und es scheint, dass seine Jungen wie der Urgott selbst ohne Zeugungsakt entstehen. Der KĂ€fer schiebt die Mistkugel wie einen Ball vor sich her, so wie auf Darstellungen der SkarabĂ€us die Sonnenscheibe am Morgen ĂŒber den Horizont schiebt. Chepre wird auch mit Auferstehungssymbolik verbunden. AuĂerdem ist er nur eine der drei Gestalten des Re. Harachte verkörpert die Mittagssonne und Aton die Abendsonne.
Nefertari war schon vor der Thronbesteigung ihres Mannes âRamses IIâ mit diesem verheiratet und beide hatten bereits mehrere gemeinsame Kinder. In der Grabkammer des Hohepriesters Nebwenenef, wird Nefertari hinter ihrem Gatten im sogenannten âErscheinungsfensterâ des Palastes abgebildet. Die Königin erscheint in der Folgezeit immer wieder in Szenen hinter ihrem Gatten, was als Ausdruck ihrer hohen Stellung zu verstehen ist. Nefertari wird das letzte Mal im 24. Regierungsjahr von Ramses II., bei der Einweihung der beiden Tempel von Abu Simbel, erwĂ€hnt, wozu das Herrscherpaar extra nach Nubien reiste.
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