Karl Ballmer "arbeitet wie ein Pferd", als Maler wie als Schreiber. Nach der Begegnung mit dem "Ereignis Rudolf Steiner" sucht er "nach einem brauchbaren Ausdrucksmittel, um vor mir selber allerhand geistige Dinge, von denen ich ĂŒberrascht worden war, besser zu verstehen." Die Herausforderung: die Geheimnisse westlicher SpiritualitĂ€t, eines spirituellen Materialismus herauszuarbeiten. "Dadurch unterscheidet sich Steiner von Keyserling, dass er kein Schauspiel bieten will, keine bloĂe 'Weltanschauung', sondern eine Chance fĂŒr die anderen Menschen, in den Kern der Welt hineinzuwachsen durch Arbeit am eigenen Selbst. Ich habe Ihnen damit - etwas abrupt und etwas voreilig - einen vollkommen exakten Begriff gegeben von Anthroposophie. 'Anthropos' heiĂt eben der Mensch und heiĂt im griechischen Ursinne soviel wie der aufwĂ€rts (zu den UrkrĂ€ften) Blickende oder der sich Empor-richtende. Die Anthroposophen sind mithin die Empörer, wenn sie heute in ihren charakteristischen Exemplaren auch eher etwas nach Frommheit aussehen." Auch wenn die hier zusammengestellten Briefe und kleinen Texte teils einen etwas mehr privaten Charakter tragen und wir kleine Einblicke in das Leben des "in der Stille hausenden Privatgelehrten" erhalten - einfach zu "verstehen" ist das alles nicht.
"Aber glauben Sie mir: das intensiv erlebte Nichtverstehen ist die nicht zu vermeidende Vorbedingung fĂŒr das Verstehen."
Herausgegeben von Martin Cuno und Peter Wyssling
Erscheinungsdatum: 01.08.2022
Auflage: 1. Auflage
Produktform: Paperback
Seiten: ca. 262
Format: 200 x 1350 mm
ISBN: 978-3-930964-30-7
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