Solche ZustĂ€nde sind allerdings nicht neu. Vor hundert Jahren war nach jahrelangen sinnlosen Schlachten der Erste Weltkrieg endlich an ein Ende gekommen. Vielen war damals klar, dass sich etwas grundlegend Ă€ndern muss. Einer von ihnen war Rudolf Steiner, der mit seinem Konzept einer Dreigliederung des Sozialen Organismus den damals ĂŒblichen Machtstrukturen und einem sich immer mehr vom Menschen entfernenden Wirtschaftsgebaren eine deutliche Alternative entgegensetzte. Anstelle des ausufernden Wettbewerbs soll das Assoziationsprinzip, anstelle des Besitzes an Produktionsmitteln und an Grund und Boden ein VerfĂŒgungsrecht treten. Und an die Stelle eines staatlich reglementierten und bĂŒrokratisierten Bildungswesens sollen selbstverwaltete Institute entstehen, verantwortet von denen, die in ihnen tĂ€tig sind. Hier geht es nicht um eine utopische SchwĂ€rmerei eines EinzelgĂ€ngers, sondern um ein genaues Hinsehen auf das, was die Wirklichkeit fordert, denn, so Steiner: «Aus bloĂer menschlicher Vorliebe heraus sollte nicht einmal Wahrheit produziert werden!» Sein Hauptaugenmerk galt dem sozialen Ganzen, das aber nur so gut funktioniert wie seine einzelnen Teile. Der SchlĂŒssel dazu ist die Entwicklung nachhaltiger Formen der Zusammenarbeit. Und die brauchen wir dringender denn je.
Erscheinungsdatum: 12.2019
Auflage: 1
Seiten: ca 350
Format: 17,8 x 11,8 cm
Einbandart:
ISBN: 9783723516201
Lieferbarkeit: Lieferbar
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