Auch wenn es fĂŒr viele Menschen etwas ĂuĂerÂliches geworden ist, einfach nur ein Datum im Kalender, so ist der Jahreslauf dennoch sinnhaft nach Festen gegliedert. Wir freuen uns auf sie, weil wir «frei» haben, aber oft sind wir auch ratlos, wie wir solche Tage wĂŒrdig gestalten können â nicht nur pro forma, sondern authentisch, nicht nur oberflĂ€chlich traditionell, sondern kreativ und spirituell vertieft. Es gibt eine kostbare Möglichkeit, jene «Freiheit» anders zu verstehen, nĂ€mlich als Verantwortung fĂŒr die Umwelt in einem ganzheitlichen Sinne, als Impuls, die eigene Wahrnehmung und AufmerkÂsamkeit neu zu öffnen und das Wesenhafte der jeweiligen Zeit zu erspĂŒren. Dazu lĂ€dt Christine Beusch ihre Leser ein. Behutsam und persönlich gefĂ€rbt nimmt sie uns mit auf einen Spaziergang durch das Jahr â und schildert, wie die elementariÂsche Welt, wie Gnome, Zwerge oder Elfen den Jahreslauf erleben und auf unser Mitwirken hofÂfen. Und wie wir dabei lernen können, Dankbarkeit zu schenken und zu empfangen.
Leseprobe: «Am Morgen, noch im Bett liegend, stimmte ich mich darauf ein, unseren diesjĂ€hrigen Weihnachtsbaum zu finden. Ich laufe gerne durch die Baumplantage und lasse mich fĂŒhren. FĂŒhren zu einem Baum, der vielleicht nicht perfekt ist, den wahrscheinlich niemand wird haben wollen. Das ist fĂŒr mich dann der »perfekte« Baum, einer mit Charakter. An der Plantage angekommen, machte ich mich auf den Weg und spĂŒrte erst einmal hin, aus welcher Richtung ich wie eine Einladung fĂŒhlen konnte. Mein Blick wurde auf ein GrĂŒppchen TannenbĂ€ume gelenkt. Einer der BĂ€ume hatte unten herum schon lauter kahle Ăste und einseitig eine LĂŒcke im Wachstum. Ich bekam auĂerdem als Botschaft, es fĂŒhle sich fĂŒr ihn zu eng an zwischen den anderen BĂ€umen. Ich glaube, er wollte mir damit sagen: Ich bin es, der auf dich wartet! (...) Als unser Baum dann fertig geschmĂŒckt war, war er natĂŒrlich der schönste Weihnachtsbaum der Welt. Und eindeutig war da auch noch ein Wesen zu spĂŒren, das sich ebenfalls freute und den Baum zum Strahlen brachte, ganz ohne Schmuck. Das ist das Strahlen einer Baumsylphe, eines Luftelemen- tarwesens. Es verleiht dem Baum etwas Individuel- les, Eigenes. Er wird irgendwie zum Mitglied der Familie. Er gehört unbedingt dazu â und ist nicht bloĂ nur Tradition.»
Erscheinungsdatum: 30.09.2022
Auflage: 1. Auflage
Produktform: Paperback
Seiten: ca. 240 mit zahlreiche Abbildungen und Zeichnungen, s/w und farbig
Format: 190 x 240 mm
ISBN: 978-3-85636-276-8
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