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Robert Menasse

Die Lebensentscheidung

Novelle | »Das ist große und klare Prosa – ohne Allüren, souverän erzählt, mit einem wunderbaren Rhythmus« FAZ | Nominiert für den Österreichischen Buchpreis 2026

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Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine »Lebensentscheidung« und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89. Geburtstag in Wien besucht, verschweigt er ihr jedoch seinen vorgezogenen Ruhestand. Und auch das Gespräch mit Nathalie, mit der er seit vier Jahren in Brüssel eine Beziehung führt, über die gemeinsame Zukunft misslingt. Dann treten wiederkehrende Schmerzen auf, die sich nicht länger ignorieren lassen. Der Befund: Krebs, unrealistisch, dass er noch ein Jahr lebt. Und mit einem Mal geht es allein darum, seine Mutter darüber zu täuschen, ihr den Schmerz zu ersparen, ihren Sohn sterben zu sehen:
»Überleben konnte für ihn nur heißen, seine Mutter zu überleben. Vor ihr, bis zu ihrem Tod, seine Krankheit zu verheimlichen. Es ging jetzt um einen Überlebenswettkampf. Das war jetzt die Lebensentscheidung.«

Kann man über sein Leben entscheiden? Nicht über das Ende, sondern mit Willenskraft über das Weiterleben, länger, als erwartbar wäre? Mit existentieller Wucht und dennoch leichtfüßig erzählt Robert Menasse in Die Lebensentscheidung von einem Wettlauf mit dem Tod. Leben und Sterben, Liebe und Familie, darum geht es in dieser raffiniert-kunstfertigen Novelle.

Von Robert Menasse

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Auflage: 3. Auflage
Erscheinungsdatum: 18/02/2026
Altersempfehlung:
Seitenzahl: 158
Produktform: Hardcover
Format: 208 x 132 mm

ISBN: 978-3-518-43274-7

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE