Einleitung
Spirituelle Perspektiven
Rudolf Steiner lag nichts an Systemen. Sein Wirken bestand vielmehr darin, Impulse zu geben, Impulse zu einem in jeder Hinsicht menschenwĂŒrdigen Leben, hier und jetzt.
Dazu gehört, dass er das Bewusstsein dafĂŒr zu schĂ€rfen suchte, dass unser Sein sich nicht beschrĂ€nkt auf das gegenwĂ€rtige, von Geburt und Tod begrenzte Dasein. UnermĂŒdlich rief er in Erinnerung, dass wir in Wirklichkeit geistige Wesen sind, ebenso wie Erde und Kosmos, in deren Gesamtzusammenhang wir stehen.
Durch seine Schriften und VortrĂ€ge ermutigte er dazu, diese verborgene Wirklichkeit ernst zu nehmen. Seine zahllosen Anregungen zielen darauf ab, Geistesgegenwart zu entwickeln, die im Augenblick das Notwendige erkennt und tut. Das kann man, ĂŒberwĂ€ltigt oder ratlos angesichts der umfangreichen Gesamtausgabe seiner Werke, leicht vergessen.
Die âSpirituellen Perspektivenâ versammeln Kerngedanken zu ganz bestimmten Fragen aus Steiners Gesamtwerk und ermuntern so dazu, das Denken in Bewegung zu setzen und die eigene Erkenntnis- und HandlungsfĂ€higkeit zu vertiefen.
Die kurzen AuszĂŒge erheben keinen Anspruch, ein Thema erschöpfend zu behandeln. Sie versuchen vielmehr, ZugĂ€nge zu dem unĂŒberschaubaren Komplex von Steiners Werk zu eröffnen, durch die sich seine aussergewöhnliche â auch aussergewöhnlich anregende â Ideenwelt auf eigene Faust erschliessen lĂ€sst.
Die Quellenangaben mögen dabei als erste Wegweiser dienen. Doch auch wer sich mit den hier zusammengetragenen Fragmenten begnĂŒgt, wird in diesen eine wertvolle Orientierungshilfe fĂŒr die heutige, nicht minder komplexe Welt finden.
Zitate von Rudolf Steiner aus dem Buch "Stichwort Epidemien" zum Thema Viren
Hinweis: Rudolf Steiner meint mit "Bazillen" nicht nur spezielle Bakterienarten sondern auch die zu einer Zeit noch wenig erforschten Viren.
- "In unserer Zeit gibt es bekanntlich eine Furcht, die sich ganz sinngemÀà vergleichen lĂ€sst mit der mittelalterÂlichen Furcht vor Gespenstern. Das ist die heutige Furcht vor den Bazillen. Die beiden FurchtzustĂ€nde sind sachlich ganz dasselbe. Sie sind auch insofern ganz dasselbe, als ein jedes der beiden Zeitalter, das Mittelalter und die Neuzeit sich so verhalten, wie es sich fĂŒr sie schickt. Das MittelÂalter hat einen gewissen Glauben an die geistige Welt; es fĂŒrchtet sich selbstverstĂ€ndlich dann vor geistigen WesenÂheiten. Die neuere Zeit hat diesen Glauben an die geistige Welt verloren, sie glaubt an das Materielle, sie fĂŒrchtet sich also vor materiellen Wesenheiten, wenn diese auch noch so klein sind."
- "Wenn man nichts anderes VorbrinÂgen kann vor sich selber als Furcht vor den Krankheiten, die sich rundherum abspielen in einem epidemischen Krankheitsherd und mit dem Gedanken der Furcht hinÂein schlĂ€ft in die Nacht, so erzeugen sich in der Seele die unbewussten Nachbilder, Imaginationen, die durchsetzt sind von Furcht. Und das ist ein gutes Mittel, um Bazillen zu hegen und zu pflegen. Kann man nur ein wenig milÂdern diese Furcht durch werktĂ€tige Liebe zum Beispiel, wo man unter den Verrichtungen der Pflege fĂŒr die Kranken etwas vergessen kann, dass man auch angesteckt werden könnte, so mildert man auch durchaus die PflegekrĂ€fte fĂŒr die Bazillen."
Erstererscheinung: 2010
2. Auflage: 31.03.2020
Seitenanzahl: 71
Bindeart: Broschur
Höhe / Breite / Gewicht: H 18 cm / B 10,5 cm / 69 g
Lieferbarkeit: Lieferbar
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