Sie war eine AuĂenseiterin ĂŒberall: in Bremen, in Worpswede, in Paris â in der BĂŒrgerlichkeit, in der Provinz, in der Weltstadt. Als Paula Modersohn-Becker 1907 mit einunddreiĂig Jahren starb, ahnte niemand, wie bahnbrechend und revolutionĂ€r ihr Werk war. Heute gilt sie als eine der bedeutendsten Vertreterinnen des frĂŒhen Expressionismus, ist eine der berĂŒhmtesten Malerinnen Deutschlands. Modersohn-Beckers unbedingtes, nicht selten rĂŒcksichtsloses Kunstwollen verbunden mit ihren Selbstzweifeln, ihr tragisch frĂŒher Tod nach der Geburt ihres Kindes, ihre fluchtartigen Reisen von Worpswede nach Paris sowie die komplizierte Ehe mit Otto Modersohn, vieles davon dokumentiert in ihren teils schwĂ€rmerischen TagebĂŒchern und Briefen: All das hat zu ihrem Mythos beigetragen und dabei wohl manchmal den Blick auf ihre Bilder verstellt. Boris von Brauchitsch betrachtet Leben und Werk der KĂŒnstlerin unvoreingenommen, nah an den Quellen: persönlich, kritisch, eingebunden in die Tendenzen der Epoche zwischen Impressionismus und Expressionismus, zwischen Nietzsche und Rilke, zwischen Feminismus und Nationalismus. Einen besonderen Schwerpunkt bildet naturgemÀà die KĂŒnstlerkolonie Worpswede: die Gemeinsamkeiten der KĂŒnstler, ihre Freundschaften und RivalitĂ€ten, ihre gegenseitige UnterstĂŒtzung, aber auch GeringschĂ€tzung und Missgunst. Und er stellt schlieĂlich die ebenso spannende wie spekulative Frage: Was wĂ€re aus ihr geworden, hĂ€tte sie noch 50 Jahre lĂ€nger gelebt?
Auflage: 1. Originalausgabe
Erscheinungsdatum: 07/20/2025
Altersempfehlung:
Seitenzahl: 251 
Produktform: Hardcover
Format: 22,0 x 14,5 cm
ISBN: 978-3-458-64514-6
Lieferbarkeit: Lieferbar