Das Buch "Ich-Bildung" wĂŒrdigt Lebenswerk des GrĂŒnders der UniversitĂ€t Witten/Herdecke Gerhard Kienle
Gerhard Kienle (1923-1983), einer der GrĂŒndervĂ€ter der UniversitĂ€t Witten/Herdecke (1983) und des Herdecker Gemeinschaftskrankenhauses (1969), hat sich zeit seines Lebens fĂŒr freie Bildungseinrichtungen engagiert. Das wĂŒrdigt nun eine Publikation des Ăkonomen und Philosophen Philip Kovce: âIch-Bildung. Der Mensch als Schöpfer seiner selbst. Motive einer ungeschriebenen Philosophie Gerhard Kienlesâ (2017).
Kovce, der selbst an der UW/H Business Economics sowie Philosophie, Kulturreflexion und kĂŒnstlerische Praxis studiert hat und derzeit als Research Fellow an der Wittener Seniorprofessur fĂŒr Wirtschaft und Philosophie forscht, ordnet das Lebenswerk Gerhard Kienles geistesgeschichtlich in die Tradition von Humanismus, AufklĂ€rung und Idealismus ein. AuĂerdem diskutiert er Kienles Auseinandersetzung mit der Anthroposophie Rudolf Steiners sowie mit den Bildungsherausforderungen seiner Zeit.
Kienle sei es stets ein Anliegen gewesen, âBildung nicht bloĂ als Kompetenzwettbewerb, sondern als Selbstentfaltung und Gesellschaftsgestaltung zu begreifenâ, so Kovce. âEine UniversitĂ€t zu grĂŒnden, die IndividualitĂ€t nicht verhindert, sondern fördertâ, darum sei es Kienle mit der GrĂŒndung der UW/H wesentlich gegangen. Der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieses Anliegens widmet sich Kovces Veröffentlichung.
Jan Vestweber, Pressestelle UniversitÀt Witten/Herdecke, 26.01.2018 11:12
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